DNUG – Social Collaboration 39 in Frankfurt

Ich bin drei Tage bei Deutsche Notes User Group (DNUG) in Frankfurt gewesen. Während dieser Veranstaltung wurde der eigenen Slogan „The Enterprise Collaboration Professionals“ gelebt und somit auch über den Produkttellerrand geschaut.

Angefangen von technischen Vorträgen, über den (zum Glück nicht trockenen) Bereich Recht, stand vor allem der Bereich „Collaboration“ im Mittelpunkt. Insgesamt gab es viel zu hören und viele Ideen zu sammeln.

 

Interessant zu sehen ist auch die Verbindung zwischen der universitären Welt und der geschäftlichen Welt. Leider waren die Vorträge aus dem ersten Bereich nicht so gut besucht, wie sie hätten können. Insbesondere hier gab es eine Menge „Denkanstöße“ wie man das zusammenarbeiten und lernen gestalten kann. Besonders gut hat mir gefallen, dass es hier mehr um eine Diskussion mit Anregungen als um Lösungen nach Schema F ging. Es ist gibt keine Lösung für alle, sondern die Ansätze müssen immer zu den Menschen und zur Firmenkultur passen. Das es sich bei der Einführung einer Social Business Lösung um einen Marathon und nicht um einen Sprint handelt, daran liess kaum einer der Vorträge einen Zweifel. Des Weiteren wurde deutlich das diese Projekte nicht IT-getrieben sind, sondern immer mit einer Unterstützung aus der Geschäftsführung mit dem Willen zum Wandel einher gehen muss.

 

Genau diese Bandbreite an Themen scheint sich aber leider auch zum Problem der DNUG zu entwickeln. Da es erst meine erste Konferenz war, fehlen mir natürlich die Referenzen zu den Vorjahren, aber in den Geprächen vor Ort, mit Kollegen oder die Diskussionen im Netz lassen daran keinen Zweifel aufkommen. Für mich als Consultant sind solche Veranstaltungen eine echte Goldgrube, für einen User (und der kommt im Namen ja vor) scheint das aber zu undifferenziert zu sein. Dazu kommt natürlich auch das Problem mit dem „N“ im Namen. Der Markt ist an vielen Stellen nicht einfach geworden und Microsoft baut seine (gefühlte) Marktdominanz durch geschicktes Marketing erfolgreich aus. All das macht das Standing einer DNUG Konferenz nicht einfacher. Diese Entwicklung ist natürlich auch bei den Veranstaltern nicht unbemerkt und so darf man gespannt sein wie sich die Konferenz im Herbst 2014 entwickeln wird. Hoffentlich wieder unter den Augen von mehr Besuchern.

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Auch Du, mein BlackBerry?

In Anlehnung an die angeblich letzten Worte von Julius Caesar, muss ich einen Eintrag einleiten, den ich so eigentlich garnicht schreiben mag. In Zeiten von PRISM sind auch die neuen BlackBerry 10 Geräte in den Fokus der Datensicherheit gerückt. Dabei geht es um die Übertragung von Zugangsdaten für E-Mail Konten. Genau Details sind hier [LINK] nachzulesen. An dieser Tatsache ist nichts zu beschönigen und ist für ein Unternehmen das die Sicherheit immer in der Vordergrund stellt ein Desaster. Nur eine schnelle Reaktion vom Hersteller (Patch + Erklärung) kann das Kind im Brunnen noch vorm ertrinken retten.

Schon vor ein paar Wochen waren die BlackBerrys schon in den Fokus gerückt als bekannt wurde, dass Mails von Diplomaten abgefangen und gelesen wurden. [LINK in Englisch]. Auf Grund der BlackBerry Infrastruktur (alles läuft über zentrale Server beim Hersteller) hatte ich hier schon eine Katastophe vermutet. Es stellte sich allerdings hinterher heraus, dass keine Geräte betroffen waren die über einen BlackBerry Server sondern mit zustäzlichen E-Mail Konten und alten Firmwares betrieben wurden.

Und wie ist es jetzt? Betroffen sind wieder die zusätzlichen Konten. Keine BlackBerry Konten die über einen BDS (BlackBerry Device Service) betrieben werden. Des Weiteren sind auch keine Konten betroffen die über ActiveSync (IBM Traveler, MS Exchange, etc.) betrieben werden. Betroffen sind POP und IMAP Konten. Macht es den Umstand besser? Nein! Nach wie vor haben wir hier einen Verrtauensbruch, egal ob die Datenverschlüsselt übertragen wurden oder nicht und vertrauen kann man nicht kaufen! Aus Firmensicht bleibt der (schwache) Trost, dass alle Daten aus der Firmenpartition des Balance nicht davon betroffen sind. Wer auf die Verwendung von POP und IMAP auf seinem BlackBerry angewiesen ist, findet am Ende dieses Artikels [LINK] einen Workaround.

In der letzten Zeit gab es eine Reihe von bedänklichen Entdeckungen von Datenübertragungen bei Programmen und Geräten. Doch nur weil andere von der Brücke springen, macht man es ja nicht selber. Ich persönlich bin sehr gespannt was in den nächsten Wochen alles noch an die Öffentlichkeit kommt.

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Die erste Woche mit dem Blackberry Q10

Seit Freitag letzter Woche habe ich endlich meinen heiß ersehnten Blackberry Q10. Damit geht mein Nokia E72 nun in den verdienten Ruhestand. Warum einen Q10? Wegen der Tastatur! Virtuelle Tastaturen sind einfach nicht mein Fall. Im Regelfall bin ich mehr am korrigieren als am verfassen. Daher war ich jetzt glücklich, dass der Blackberry Q10 nun endlich auch in Deutschland verfügbar ist.

 

Blackberry Q10Die Einrichtung ging nach einlegen der SIM Karte sehr einfach. Ohne allerdings wollte der Q10 nicht so wirklich das Tutorium verlassen und sich mit dem WLAN Anschluss zufrienden geben. Danach schnell alle verfügbaren Accounts auf das Geräte gebunden ein Traveler Profil, die Blackberry ID, Facebook, Dropbox, Evernote und Twitter. Halt alles was das Gerät kann ohne zusätzliche Apps zu benötigten. Wobei der Evernote Account dazu führte, dass ich am Q10 und der an vielen Stellen angepriesenen Akkuleistung stark zweifelte. Nach 4 Stunden war das Gerät leer und immer mehr als handwarm. Der Fehler lag am Evernote. Meine dort hinterlegten Notizbücher haben eine größe von mehreren Gigabyte. Bei aller Vorfreude und im Einrichtungseifer habe ich nicht gemerkt, dass man nicht die offline verfügbaren Notizbücher auswählen konnte. Leider habe ich diese Funktion immer noch nicht gefunden und mir daher erst einmal mit einem zweiten Account weitergeholfen. Seit dem hält der Akku ca. 3 Arbeitstage ohne das ich den Blackberry nachts schlafen legen muss.

Die Tastatur ist ein Traum. Endlich macht es mir wieder Spass auch längere SMS, Mails, etc mit einem Telefon zu verfassen. Ironischerweise ist die Q10 Tastatur der Grund, warum ich auch gerne noch die virtuelle Tastatur vom Z10 ausprobieren möchte. Wie ich schon sagte ich bin kein Freund von virtuellen Tasturen, aber die Wortvorschläge vom Betriebssystem sind so gut, dass ich mir damit sogar vorstellen könnte ein Freund der Z10 Tastatur zu werden. Dort ist der große Vorteil, dass die Vorschläge nicht über, sondern in der Tastatur eingeblendet werden! In der Praxis sollte das noch etwas besser funktionieren als beim Q10.

Unterm Strich ist das Q10 das beste Telefon, welches für mich im Moment auf dem Markt erhältlich ist. Es ist so wie andere Telefone mit Sicherheit nicht perfekt (s. Evernote und Twitter brauchte ein Update), aber für meine Gewohnheiten funktionierte es einfach sehr gut. Jeder der physikalische Tastaturen mag sollte ihm einen Versuch geben.

Die Anbindung an den Blackberry 10 Enterprise Server werde ich in einem weitern Blog-Post behandeln.

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Der neue Blackberry mit Tasten

Es gibt sicherlich nicht mehr viele Handybesitzer, die eine echte Tastatur an ihrem Handy haben (eine Taste ist keine Tastatur) und wahrscheinlich noch weniger die sie vermissen. Ich gehöre nicht zu beiden Gruppen. Seit einigen Jahren habe ich beruflich immer einen Blackberry mit Tastatur und auch mein privates Handy besitzt eine. Umso erschrockener war ich, als Blackberry (damals noch RIM) das erste Handy mit reiner Touchbedienung 2008 herausbrachte. Nun ja und die Besitzer der ersten Storm Serie wahrscheinlich noch mehr. Das Teil war einfach nicht gut. Ich konnte mich schon selber von dem Touchscreen des Z10 überzeugen. Die Bedienung steht keinem iOS oder Android Gerät in irgendeiner Disziplin nach. Aber es ist einfach kein Ersatz für eine echte Tastatur. Zu meinem Glück werden die Leute (insbesondere CEO Thorsten Heins) von Blackberry nicht müde zu betonen, dass eine physische Tastatur einfach zu einem Blackberry gehört. Kleiner Nebeneffekt, man besetzt damit eine Marktnische fast alleine. Jetzt muss das Q10 nur noch halten was alles versprochen wird. Die Werbung hört sich schon mal gut an:

In UK ist der Vorverkauf schon gestartet und man erwartet die Auslieferung Ende April. Eine genaue Ankündigung für Deutschland gibt es noch nicht. Ich mich also noch etwas gedulden müssen, bis ich ein neues, modernes Handy mit echter Tastatur habe.

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Google Reader und das RSS Problem

Um eines vorweg zu nehmen: Ich habe bisher noch nie den Google Reader verwendet und daher fällt mir der Schritt von dort „weg“ leichter als anderen. Aber von vorne.

In Zeiten wo fast jeder computer-/kommunikationsaffine Mensch, schnell einen ganzen Zoo von internetfähigen Geräten besitzt (Tablet, Handy, PC, Laptop, Fernseher, Kühlschrank, Waschmaschine …) kommt man schnell an den Punkt, wo es fast zur Pflicht wird auch die Inhalte untereinander zu synchronisieren. Angefangen von Mails über Musik, hin zu Bookmarks und eben auch Gelesen-/Ungelesenmarkierungen bei RSS Feeds. Vor ein paar Wochen war es auch bei mir soweit, der Wunsch endlich über meine ganzen Geräte die RSS Feeds synchronisieren zu wollen. Schliesslich können die iOS Geräte keine Flash Video öffnen oder andere Seiten soll in die Wissenssammlung aufgenommen werden. Ganz einfach den Apple Store auf gemacht und geschaut, welches Programm den in Frage kommt, Feeds über iPhone, iPad und MacBook Air zu synchronisieren. Die Wahl war bei meinem Twitter-Tool damals schnell abgeschlossen. Ein Anbieter, welcher eine App für iOS und eine für OS X anbietet. Zum Austausch wurde einfach die iCloud verwendet und damit war die Sache erledigt. Aus irgendeinem Grund, sind die Anbieter der RSS Tools da andere Wege gegangen. Alle die mir bei der Suche angezeigt wurde, setzten zur Synchronisierung auf den Google Reader. Dumm nur, dass dieser kostenfreie Dienst von Google im Zuge des jährlichen Frühjahrsputz zum 1. Juli eingestellt wird.

Dank eines Artikels auf Heise Online (Link) war für mich schnell eine Lösung gefunden.

Die viel interessante Frage ist aber, wie viel Schaden nimmt nun das Vertrauen in die kostenfreien Lösungen von Google? Der Aufschrei im Netz war nicht gerade leise, aber bisher gab es noch keine Reaktion/Einsicht. Viele Leute scheinen mittlerweile die „das-Internet-ist-kostenfrei-Mentalität“ zu verlassen und sind auch bereit (angemessene) Preise für Dienste zu bezahlen. Einen guten Start für Googles „Keep“ wurde so auf jeden Fall nicht ermöglicht. Zumal der direkte Mitbewerber Evernote schon viele zahlende Kunden hat.

Ich bin gespannt, wer in diese Lücke einspringen wird. Wenn ich tippen müsste, wäre mein Favorit im Moment „Feedbin“. Aber auch „Feedly“ ist in Betracht zu ziehen. Aber „Feedly“ ist kostenlos und da war doch was …

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Review: Opting In – Lessons in Social Business From a Fortune 500 Product Manager von Ed Brill

Als langjähriger Produktmanager für die IBM Social Business Lösungen (IBM Notes, IBM Domino, IBM Sametime, IBM Docs, etc) lebt der Autor schon seit Jahren den Umgang mit Social Media Tools vor. Egal wo Sie suchen, Sie werden Ed Brill auf Twitter, Facebook, LinkedIn oder seinem Blog (www.edbill.com) finden.

In seinem Buch beschreibt er, wie über die Jahren die Nutzergemeinschaft insbesondere von IBM Lotus Notes/IBM Lotus Domino über diese Tools eingebunden wurden. Damit agierte er schon als Community Manager noch bevor es diesen Begriff gab. Das besondere an seinem Buch ist, dass er nicht nur die positiven und angenehmen Seiten dieser Tätigkeit hervorhebt. Auch mit Internet Trollen, Flame Wars oder einfachen Meinungsverschiedenheiten muss man als Community Manager umgehen können. Wenn alles schiefgegangen ist, kann es sogar notwendig werden sich entschuldigen zu können.

Dieses Buch kann als Leitfaden für alle Community Manager und Blogger verstanden werden. Es beleuchtet alle Facetten einer Community über den Aufbau bis zur Pflege. Egal ob es um die Abgrenzung der eigenen Meinung von der seines Arbeitgebers geht, Verhaltenskodexe oder der Umgang mit Mitbewerbern, Brill geht auf all diese Themen ein.

In Anschluss an jedes Kapitel gibt es eine kurze Zusammenfassung über die wichtigsten Fakten unter dem Stichwort „Lessons Learned“. Dabei ist dieses „Lektion gelernt“ doppeldeutig. Nicht nur der Leser hat zu diesem Zeitpunkt etwas (dazu)gelernt, sondern auch Brill selber. Schliesslich basiert dieses Buch nicht auf Theorien, sondern auf echten Erfahrungen aus der Praxis. Durch diese Zusammenfassungen hat man auch nach einiger Zeit immer wieder die Möglichkeit schnell auf die Essenz des Buches zu zugreifen.

Dem Buch merkt man schnell an, dass es von jemanden geschrieben wurde, der das Geschriebene lebt und hier echte Erfahrungen zu (e)Papier gebracht hat.

Anfang des Jahres hat Ed Brill den Posten des Produktmanagers für IBM Social Business Lösungen verlassen und eine neue Stelle als Director of Market Management – IBM Mobile Enterprise angenommen. Die Notes Community verliert hierdurch eines seiner engagiertesten Mitglieder. Unabhängig der Position ist Ed Brill aber immer noch ein leuchtendes Beispiel, wie man eine erfolgreiche Community unter Nutzung von Social Media Tools aufbaut und managet.

Das Buch ist bisher nur auf englisch als gebundene Ausgabe und Kindle Edition erhältlich. Sehr zu empfehlen.

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Hallo (Internet)Welt!

Hallo liebes Internet,

jetzt ist es also soweit, mein erster Blogeintrag hat Form angenommen. Alles hier sieht noch etwas roh und ungeschliffen aus, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass mit der Zeit diese Seite auch etwas wohnlicher wird. Es ist halt wie eine neue Wohnung, erst ist sie leer, dann kommen die Möbel und zum Schluss macht man es sich gemütlich. Hier wird es nicht anders sein.

Worum geht es in diesen Blog? Die Themen „Social Business“ und „Collaboration“ sind die Tätigkeitsschwerpunkte in meinem Beruf. Diese beiden Themen werden die Zukunft unserer Arbeitwelt verändern und beeinflussen. Einige sind der Meinung, dass diese und kommende Änderungen identische Auswirkungen wie die Dampfmaschine oder das Fließband haben werden. Ob das Stimmt? Das wissen nur die Geschichtsbücher der Zukunft! Eine weitere Änderung in der Arbeitswelt ist die Mobilität. Man ist schon lange nicht mehr auf ein Büro oder eine Telefonleitung angewiesen um arbeitsfähig zu sein.  Um diese Themen wird es sich hier hauptsächlich drehen. Naja und ich nehme mir die künstlerische Freiheit, hier und da mal ein paar weitere Themen einzustreuen.

P.S: An einer englischen Übersetzung der Seite wird noch gearbeitet!

[Update: 2013-10-20] – Die Übersetzung der Seite hat begonnen

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